dbb jugend begrüßt Verbot von rechtsextremem Verein
Löwe: Vereinsrecht für Jugendschutz besser nutzen

Als „richtig und angemessen“ hat die dbb jugend das Verbot des rechtsextremen Vereines "Heimattreue Deutsche Jugend - Bund zum Schutz für Umwelt, Mitwelt und Heimat e.V. (HDJ)“ bezeichnet. Das Verbot der HDJ, das der Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble am 31. März 2009 ausgesprochen hat, sei längst überfällig gewesen, sagte Thomas Löwe stellvertretender Vorsitzender der dbb jugend am 3. April 2009. „Unter dem Deckmantel der Jugendarbeit hat dieser Verein offensichtlich rechtsradikale Thesen nach außen vertreten und damit insbesondere Kinder und Jugendliche angesprochen“, erklärte Löwe.

Gleichzeitig forderte er, dass auch in Zukunft die Möglichkeiten des Vereinsrechts zum Schutz der Jugend konsequent angewendet werden. „Viele Organisationen missbrauchen die Rechtsform des Vereins, um radikales Gedankengut zu verbreiten. Wir müssen die Lücken in der Kinder- und Jugendbetreuung schließen und alternative Freizeitangebote und Anlaufstellen schaffen. Nur so können wir extremistischen Gruppen, die als freundlicher Heimatverein getarnt, verfassungsrechtliche Inhalte unter Kindern und Jugendlichen verbreiten, das Handwerk legen“, erklärte Löwe.

Pressemitteilung als PDF (55,6 KB)