Angesichts der zunehmenden Nachwuchsproblematik im öffentlichen Dienst hat sich die dbb jugend für eine Aufstockung der Ausbildungsplätze ausgesprochen und unter-tützt damit den Vorstoß des dbb Bundesvorsitzenden Peter Heesen, jetzt über Bedarf einzustellen. „Wenn die großen Altersabgänge da sind, ist es zu spät, sich über Nachwuchsgewinnung zu unterhalten. Wir müssen heute attraktivere Arbeitsbedingungen schaffen und Personal rekrutieren, um auch morgen den gewohnt hohen Standard der öffentlichen Verwaltungen garantieren zu können“, sagte Michael Westphal, Vorsitzender der dbb jugend, am 8. April 2009. Nur wenn jetzt über Bedarf ausgebildet würde, könnten die Personallücken, die den öffentlichen Verwaltungen in den nächsten Jahren drohen, reibungslos geschlossen werden.
Westphal begrüßte den Vorschlag Heesens, Berufseinsteigern eine Ausbildung
zu bezahlen, um sie so besser an den öffentlichen Dienst binden zu können. „Im
Gegenzug müsste sich der Auszubildende verpflichten, für eine bestimmte Anzahl
von Jahren im öffentlichen Dienst zu bleiben. Damit schlagen wir zwei Fliegen
mit einer Klappe: Wir bekommen hochqualifizierte Nachwuchskräfte und bieten
jungen Menschen gleichzeitig berufliche Entwicklungschancen“, erklärte
Westphal.
Dass der dbb das Thema Nachwuchsgewinnung zur Chefsache
erklärt habe, zeige nur einmal mehr, wie wichtig die Arbeit der
dbb-Jugendvertretung in Zukunft sein wird, so Westphal weiter. „Die
Zukunftsfähigkeit des öffentlichen Dienstes und die Frage der
Nachwuchsgewinnung stehen ganz oben auf unserer Agenda. Wir sind uns unserer
Verantwortung als Arbeitnehmervertretung bewusst und werden in den nächsten
Monaten gemeinsam mit dem dbb-Dachverband an Zukunftskonzepten für den
öffentlichen Dienst arbeiten.“