Trotz möglicher finanzieller Belastungen der öffentlichen Haushalte durch die Wirtschaftskrise hat der Vorsitzende der dbb jugend, Michael Westphal, nochmals auf die Notwendigkeit einer Erhöhung der öffentlichen Einkommen um acht Prozent hingewiesen. „Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben sich lange genug in Zurückhaltung geübt und über Jahre zur Haushaltskonsolidierung beigetragen“, sagte Michael Westphal am 9. Januar 2009. “Anstelle von teuren Steuergeschenken sollte der Staat lieber in die Löhne seiner Beschäftigten investieren. Damit schafft er einen doppelt positiven Effekt für die Konjunktur: Er steigert die Kaufkraft und investiert in einen seiner wichtigsten Standortfaktoren“, so der dbbj-Vorsitzende.
Die Politik müsse endlich erkennen, dass Deutschlands wirtschaftliche Attraktivität für Investoren und Firmengründer stark von der Qualität der öffentlichen Infrastruktur abhänge. Westphal gab jedoch zu bedenken, dass finanzielle Anreize alleine nicht ausreichten, um langfristig gut ausgebildete junge Menschen für eine berufliche Karriere im öffentlichen Dienst zu begeistern: „Wenn wir nicht wollen, dass der öffentliche Dienst ausblutet, müssen wir den Auszubildenden mit Übernahmegarantien eine Zukunftsperspektive schaffen.“