Eine gesamtgesellschaftliche Strategie zum Umgang mit dem demografischen Wandel in Deutschland hat die dbb jugend angesichts neuer Zahlen zum Schülerrückgang gefordert. Einer aktuellen Prognose der Bertelsmann-Stiftung zufolge wird die Zahl der Sechs- bis 18-Jährigen bis 2015 um knapp zwei Millionen auf künftig neun Millionen zurückgehen. „Deutschland geht langsam aber sicher der Nachwuchs aus“, stellte die dbb jugend-Vorsitzende Sandra Hennig fest und forderte: „Es ist allerhöchste Zeit für eine gesamtgesellschaftliche Strategie zum Umgang mit dem demografischen Wandel. Wenn insbesondere die Politik angesichts des zunehmenden demografischen Drucks nicht endlich nachhaltige Rahmenbedingungen schafft, die es den Menschen ermöglichen, frei von Existenzängsten Familien zu gründen, vergeht sie sich an der Zukunft unseres Landes.“
Anstatt angesichts zurückgehender Schülerzahlen Ausgaben im Erziehungs- und Bildungsbereich einzusparen, müsse gerade jetzt investiert werden: „Ausreichende und qualitativ hochwertige Kinderbetreuungsplätze, optimale Lehr- und Lernbedingungen, aufgabenangemessene Sach- und Personalausstattung im Bildungs- und Forschungsbereich, Integration, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Einkommens- und Karrieregerechtigkeit im Job – das sind die Felder, die Politik dringend beackern muss“, so Hennig. „Wir brauchen keine unfinanzierbaren Steuergeschenke, sondern einen Masterplan für morgen.“
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