München: Auszubildende und junge Beschäftigte des Landesdienstes protestieren auf dem Marienplatz

Nach dem bisher ergebnislosen Verlauf der Tarifverhandlungen für die Landesbeschäftigten gehen die Verhandlungsgespräche zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und den Gewerkschaften am 14. Februar 2009 in Potsdam in die dritte Runde. Zeitgleich bekräftigen in München junge Beschäftigte und Auszubildende des bayerischen Landesdienstes ihre Forderung nach besseren Ausbildungsbedingungen im öffentlichen Dienst. Zur Protestaktion aufgerufen haben die dbb tarifunion und die dbb jugend. Erwartet werden mehrere Hundert Demonstranten um elf Uhr auf dem Marienplatz.
 
Zu den Demonstrantinnen und Demonstranten spricht die stellvertretende Vorsitzende der dbb jugend, Sandra Hennig, die auch Mitglied der Bezirksjugendleitung der Bayerischen Finanzgewerkschaft (bfg) ist. Hennig ermahnt die Arbeitgeber, jungen Menschen im öffentlichen Dienst echte Zukunftsperspektiven zu bieten: „Es sind die Auszubildenden und Anwärter, die jungen Beschäftigten von heute, die in Zukunft für die Qualität des öffentlichen Dienstes stehen werden. Doch so, wie sie von den Arbeitgebern behandelt werden, mit einer mickrigen Ausbildungsvergütung und unzumutbaren Anschlussverträgen abgespeist werden, scheint den Verantwortlichen ja nicht viel an einer nachhaltigen Nachwuchsförderung zu liegen. Nehmen Sie sich ein Herz für die Jugend, Herr Möllring: Zeigen Sie Ihrem Nachwuchs, dass er Ihnen mehr Wert ist. Erhöhen sie die Azubi-Gehälter um 120 Euro und entfristen Sie die Übernahmeverträge!“
 
Neben Sandra Hennig sprechen Jörg Kothe, Vorsitzender der dbb jugend bayern und Andreas Götz, Jugendleiter in der Gewerkschaft für das Gesundheitswesen LBB sprechen zu den Teilnehmern der Kundgebung.  

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