Schulmassaker in Winnenden
dbb jugend fordert Gesprächsbereitschaft

Die dbb jugend hat mit tiefer Betroffenheit auf den Amoklauf im baden-württembergischen Winnenden reagiert. Gleichzeitig warnte Michael Westphal, dbbj-Vorsitzender vor vorschnellen Reaktionen und überhöhten Sicherheitsansprüchen. „In der jetzigen Situation gibt es keine Patentrezepte, die einfach aus der Schublade gezogen werden können. Einen hundert-prozentigen Schutz vor Gewalt an Schulen gibt es nicht. Waffenkontrollen, Metalldetektoren und Sicherheitspersonal sind höchstens Mittel zur Bekämpfung der Symptome. Die Ursachen für erhöhte Gewaltbereitschaft bleiben von äußerlichen Schutzmaßnahmen unberührt“, gab Westphal am 13. März 2009 zu bedenken.

Westphal appellierte an Eltern, Lehrer und Kultusminister „das Problem von innen anzugehen“ und das Gespräch mit den Schülern zu suchen: „Wir müssen mehr aufeinander hören und miteinander reden, um solche furchtbaren Ereignisse zukünftig verhindern zu können. Nur wenn wir früh genug hinsehen und herausfinden, warum Jugendliche versuchen, ihre Problem mit der Waffe zu lösen, haben wir etwas erreicht.“

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