dbb jugend kritisiert USA-Einreisegebühr
Westphal: Eintrittsgeld behindert Jugendaustausch

Mit Unverständnis hat die dbb jugend auf die Entscheidung des US-Senats reagiert, künftig von USA-Reisenden eine Eintrittsgebühr von zehn Dollar zu verlangen. „Es ist paradox, Reisenden Geld für das Betreten eines Landes abzunehmen, um es später in eine Werbekampagne zu investieren, die den Tourismus ankurbeln soll“, sagte der Vorsitzende der dbb jugend, Michael Westphal am 14. September 2009. Zudem gab er zu bedenken, dass die Gebühren vor allem zu Ungunsten des internationalen Jugendaustauschs gehen werden. Denn gerade gemeinnützige Organisationen und Verbände, die Jugendaustauschreisen ermöglichten, würden von dem Eintrittsgeld stark belastet.

„Die Politiker in Deutschland und in den USA sollten sich international dafür einsetzen, dass so viele junge Menschen wie möglich das jeweils andere Land kennenlernen können, anstatt ihnen Steine in den Weg zu legen. Jugendaustauschmaßnahmen müssen daher von den zusätzlichen Eintrittsgebühren befreit bleiben“, so Westphal.

In der internationalen Jugendarbeit sieht die dbb jugend eine wichtige Aufgabe, um zur Verständigung beizutragen. „Die internationalen Maßnahmen sind Teil der Außendarstellung eines Staates. Sie sind aber auch ein wichtiges Mittel der politischen Bildungsarbeit. Als gewerkschaftliche Jugendorganisation fördert die dbb jugend deshalb den internationalen Austausch junger Menschen weltweit“, betonte Westphal. Unter anderem organisiert die dbb jugend internationale Austauschprogramme mit der Ukraine und Israel und pflegt Kontakte zu Partnern in China, Frankreich, Polen, der Russischen Föderation, Ungarn, den USA, Taiwan und Tschechien.

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