Westphal: Ausbildungsvergütung anheben!

„Damit der öffentliche Dienst leistungsfähig bleibt, braucht es vor allem zukunftsfähige Perspektiven für junge Menschen", sagte Michael Westphal, Vorsitzender der dbb jugend, in einem Interview mit dem Behörden Spiegel am 12. Januar 2009 am Rande der 50. Gewerkschaftspolitischen Arbeitstagung des dbb in Köln. Das bedeute in erster Linie, den "Missbrauch der Anwärterbezüge und Auszubildendengehälter als Sparsteinbruch zu stoppen.“ Vielmehr müsse es zu einer signifikanten Anhebung der Ausbildungsvergütung kommen. Zudem betonte Westphal, müsse die Übernahme von ausgebildeten Kräften, sowohl im Beamten- als auch im Tarifverhältnis erfolgen: „Wir müssen die Menschen nicht nur ausbilden, sondern ihnen auch Perspektiven bieten, indem wir sie behalten", so Westphal.

Angesichts der demographischen Entwicklung sieht der dbbj-Vorsitzende die öffentlichen Arbeitgeber gezwungen, Personal zu rekrutieren, um die eigene Leistungsfähigkeit zu erhalten: "Wenn das nicht gelingt, wird der Wettbewerb um die besten Köpfe noch härter. In den nächsten fünf bis zehn Jahren werden sehr viele Menschen den öffentlichen Dienst verlassen, das haben wir bei Bund und Kommunen schon gesehen.“ Einen Hauptgrund dafür sieht Westphal in der Unzufriedenheit der Beschäftigten mit ihrer Bezahlung: „Das, was der Staat netto zahlt, ist einfach zu wenig. Sie bekommen in Unternehmen bei gleichem Leistungsniveau teilweise wesentlich mehr."

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