dbb jugend kritisiert Sparkurs in Schleswig-Holstein
Brandrodungspolitik bedroht Ausbildungsplätze

Die dbb jugend hat den beschlossenen Sparkurs der schleswig-holsteinischen Landesregierung heftig kritisiert. „Unverantwortlich und zukunftsblind“ nannte Michael Westphal, Vorsitzender der dbb jugend, den Entschluss, bis 2020 insgesamt 4.800 Stellen in der öffentlichen Verwaltung einzusparen. „Die Bereiche Justiz und Bildung in den Fokus von Personalkürzungen zu rücken, ist der Gipfel der Verantwortungslosigkeit. Es ist, als versuche Schleswig-Holstein, einen bereits abgeholzten Wald nochmals zu roden“, sagte der dbbj-Vorsitzende am 22. Juni 2009.

Allein im Bildungssektor fehlten bundesweit derzeit über 20 000 Pädagogen. Die bevorstehenden Pensionierungswellen würden den Personalengpass zudem noch weiter verstärken. „Die Landesregierung scheint immun gegen alle Prognosen zu sein, die bereits jetzt große personelle Lücken im Justizvollzug und in den Schulen mit handfesten Zahlen belegen.“

Westphal appellierte an die Ministerpräsidenten der Bundesländer, dem Irrweg Schleswig-Holsteins nicht zu folgen. „Am heftigsten werden junge Menschen die Folgen einer solchen Brandrodungspolitik zu spüren bekommen. Denn drastischer Stellenabbau heißt vor allem auch Rückbau von Ausbildungsplätzen.“

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