Mit einer Demonstration haben junge Beschäftigte der Thüringer Landesbehörden am 23. Januar 2009 gegen ihre Lohn- und Ausbildungsbedingungen protestiert. Um 12.30 Uhr versammelten sich junge Arbeitnehmer und Anwärter auf dem zentral gelegenen „Anger“ in der Erfurter Altstadt, um ihren Forderungen nach höheren Vergütungen und Übernahmegarantien für Azubis Nachdruck zu verleihen. Dazu aufgerufen hatten die dbb jugend thüringen und die dbb tarifunion im Vorfeld der zweiten Verhandlungsrunde zwischen TdL und Gewerkschaften am 26. Januar 2009 in Potsdam.

„Wir fordern ein faires Angebot von den Arbeitgebern. Schließlich geht es bei den Verhandlungen nicht um eine reine Lohnerhöhung. Es geht um die Zukunft des öffentlichen Dienstes: Die Auszubildenden und Anwärter sind die Zukunft“, rief Doreen Trautmann, Vertreterin der dbb jugend Thüringen, den Demonstranten zu. „Zeigen Sie ein Herz für die Zukunft: Lassen Sie den öffentlichen Dienstes nicht an Altersschwäche sterben.“
Die dbb jugend vertritt die jungen Beschäftigten, Auszubildenden und Beamtenanwärter im dbb beamtenbund und tarifunion. Gemeinsam mit dem dbb-Dachverband ist sie in die Einkommensrunde 2009 mit der Forderung nach acht Prozent mehr Einkommen – mindestens jedoch 200 Euro – gegangen. Für Auszubildende wurden 120 Euro sowie deren Übernahme gefordert. Als gewerkschaftliches Dach aller Statusgruppen hat der dbb klargestellt, dass eine zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifabschlusses auf den Beamtenbereich unabdingbar ist.
Weitere Aktionen hat die dbb jugend am 27. Januar 2009 in Aachen und am 14. Februar 2009 in München angekündigt.