Den Bundesjugendausschuss der Grünen Jugend, politische
Jugendorganisation von Bündnis 90/Die Grünen, nutzte die Vorsitzende der dbb
jugend Sandra Hennig, um die Kontakte in den politischen Bereich zu
intensivieren und die jungen Politiker für die Themen des öffentlichen
Dienstes zu sensibilisieren. Als zentrales Thema wurden der demografische
Wandel und der mit ihm zusammen hängende Nachwuchsmangel im öffentlichen
Dienst diskutiert.
Hennig erläuterte die Folgen der streckenweise
bereits dramatischen Unterbesetzung: „Beispielsweise führt die fehlende
Einstellung von jungen Prüfern und Steuerfahndern in der Finanzverwaltung zu
massiven Mindereinnahmen des Staates, die den Steuerzahler zwar kurzfristig
freuen, ihm aber mittel- bis langfristig wieder selbst auf die Füße fallen.“
Ähnlich desolat sei die Stellensituation im Bildungsbereich, so Hennig,
bundesweit fehlten bereits heute rund 20.000 Lehrerinnen und Lehrer, und auch
in punkto Realisierung von qualitativ und quantitativ ausreichenden
Kinderbetreuungsplätzen hinke Deutschland hinterher: „Nicht zuletzt, weil es
an dem entsprechenden Bildungspersonal fehlt“, so Hennig.
Ein weiteres Thema in den Gesprächen zwischen dbb jugend und Grüner Jugend war die Beteiligung von Frauen in der verbandlichen Gremienarbeit. Die Grüne Jugend erläuterte die Quotenregelung, nach der sie ihre Gremien besetzt. Auch die dbb jugend möchte mehr Frauen in die Gremienarbeit einbinden und wird zu diesem Zweck 2010 ein Mentoring-Programm starten.
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