Die dbb jugend begrüßt das neue EU-Konzept „Strategie für die Jugend - Investitionen und Empowerment“ der Europäischen Union, das die Chancen der europäischen Jugend auf Bildung und Beschäftigung verbessern soll. „Damit werden Jugendarbeitslosigkeit, Kinderarmut sowie die Verbesserung von Bildungs- und berufliche Entwicklungschancen endlich als europaweite Probleme erkannt und definiert“, sagte der Vorsitzende der dbb jugend Michael Westphal am 27. Mai 2009. „Das Papier ist ein erster und zwingender Schritt hin zu einer europaweit einheitlichen Jugendpolitik.“
Zeitgleich mit dem Strategiepapier hat die Europäische Kommission auch ihren ersten „EU Youth Report“ vorgelegt, in dem die Gesellschaftsentwicklung der nächsten Jahrzehnte und deren Auswirkungen auf die Chancen junger Menschen in Europa dokumentiert sind. Daraus geht hervor, dass der Anteil der Jugendlichen an der Gesamtbevölkerung bis 2050 von 20 auf 15 Prozent sinken wird. Zudem gibt der Bericht alarmier-ende Zahlen zur Jugendarbeitslosigkeit wieder. Mit über 15 Prozent ist die Arbeitslosenquote unter europäischen Jugendlichen doppelt so hoch wie bei den erwachsenen Europäern. „Wir sehen unsere Mahnungen voll und ganz bestätigt. Der demographische Wandel hat ganz Europa im Griff. Um diese Entwicklung zu stoppen, müssen wir die Ausbildungskapazitäten erhöhen und in allen Kammerberufen über Bedarf ausbilden“, erklärte Westphal.