Zulagen für Arbeitnehmer in Hochpreisregionen
Westphal: Arbeitsbedingungen müssen überall lebenswürdig sein

Der Bundesjugendausschuss der dbb jugend fordert, Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die ihrem Dienst direkt in einer so genannten Hochpreisregion nachkommen, eine angemessene Zulage zu zahlen.

„Die Dienstbezüge müssen den Lebenshaltungskosten entsprechen. Diejenigen, die in Regionen wie Frankfurt oder München leben und arbeiten, dürfen ihren Diensteinsatz nicht als Strafe empfinden, weil sie gezwungen werden, schlechtere Lebensumstände in Kauf zu nehmen. Wir erwarten von den Arbeitgebern und Dienstherren, dass sie für lebenswürdige Arbeitsbedingungen auch finanziell sorgen“, erklärte der Vorsitzende der dbb jugend, Michael Westphal, am 25. April 2009 in Königswinter auf der Sitzung des Bundesjugendausschusses, des zweithöchsten Beschlussgremiums der dbb jugend nach dem Bundesjugendtag.

Der BJA folgt damit einem Antrag der dbb jugend hessen, die insbesondere auf die Problematik junger Zöllner aufmerksam machte, die zum Dienst in den Ballungsraum Frankfurt am Main abkommandiert werden. „Wir dürfen nicht zulassen, dass junge Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst wegen einer dienstlichen Versetzung in finanzielle Not geraten. Der Arbeitgeber muss die finanzielle Mehrbelastung im Vorfeld bedenken und einkalkulieren“, so Michael Westphal weiter. „Das Risiko, dass sich junge Menschen in teuren Städten und Regionen nicht mehr für den öffentlichen Dienst als Arbeitgeber entscheiden, steigt unaufhörlich und geht vor allem zu Lasten der Sicherheit der Bürger.“

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