Mehr als hundert junge Beschäftigte und Auszubildende aus dem Kommunal- und Bundesdienst in Nordrhein-Westfalen sind heute dem Aufruf von dbb jugend nrw und dbb tarifunion gefolgt und haben vor dem Hintergrund der laufenden Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst in Bund und Kommunen am Kennedy-Ufer in Köln ihrer Forderung nach mehr Gehalt und einer besseren Nachwuchspolitik Nachdruck verliehen.
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„Wir haben es satt, als Beschäftigte im Öffentlichen Dienst ständig den
vermeintlich sicheren Job vorgehalten zu bekommen. Auszubildende in den
Verwaltungen erhalten meist nur noch Anschlussverträge für drei Monate. Und
was passiert danach? Der Öffentliche Dienst geht baden, wenn es um den
Nachwuchs geht, denn die Verwaltungen sind hoffnungslos überaltert. Im Kampf
um die besten Köpfe müssen die Arbeitgeber mehr tun – darum unsere
Forderung: 100 Euro mehr und eine Übernahmegarantie für alle
Auszubildenden!“, sagte Markus Schallenberg, Vorsitzender der dbb jugend nrw.
Sandra Hennig, Vorsitzende der dbb jugend Bund, forderte die Arbeitgeber
auf, endlich ein verhandelbares Angebot vorzulegen: „Herr Böhle und Herr de
Maizière, reagieren sie jetzt! Geben Sie mit 100 € mehr für Azubis und
Anwärter Gas im Wettkampf um guten Nachwuchs! Sichern Sie uns jungen
Menschen Lebensqualität! Geben Sie uns Sicherheit mit einer unbefristeten
Übernahmegarantie. Es kann nicht sein, dass junge Menschen nach einer
Ausbildung im Öffentlichen Dienst nicht übernommen werden und dann nicht
wissen, was sie mit ihrer Ausbildung anfangen sollen. Das ist
unverantwortlich! Spart die jungen Menschen nicht kaputt. Ihr braucht sie!“
Die stellvertretende dbb Bundesvorsitzende Astrid Hollmann kritisierte die
populistische Meinungsmache gegen die Beschäftigten des Öffentlichen
Dienstes: „Wer dafür sorgt, dass dieses Land funktioniert, muss sich noch
anhören, dass er doch froh sein kann, überhaupt einen Arbeitsplatz zu haben,
dass er eigentlich schon jetzt viel zu gut bezahlt werde!“ Wer leiste, habe
Anerkennung verdient, forderte Hollmann und betonte: „Die eigene Bezahlung
wird nicht dadurch gerechter, dass es immer noch Berufe gibt, in denen noch
schlechter bezahlt wird. Dumpinglöhne sind nicht unser Maßstab. Der Staat
muss dafür sorgen, dass qualifizierte, junge Mitarbeiter nachwachsen
können – ohne Nachwuchs keine Zukunft.“