In der dritten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen haben die Arbeitgeber gestern in Potsdam eine Positionierung in Höhe von 1,5 Prozent vorgelegt. Diese „Angebot“ soll neben einer linearen Erhöhung auch alle strukturellen Forderungen beinhalten.
„Da bleibt für die Jugend kein Platz“, kritisierte die Vorsitzende der dbb jugend Sandra Hennig auf der Sitzung der Bundestarifkommission am 11.Februar 2010. Die dbb jugend fordert für die Auszubildenden und Anwärter eine Erhöhung der Bezüge von 100 Euro sowie eine Übernahmegarantie.
„Realität ist, dass Bund und Kommunen entweder gar nicht mehr ausbilden oder dann nicht übernehmen. Die schon vorhandene Personallücke wird immer größer“, so Hennig. Altersabgänge und der demographische Wandel verschärften die Situation zusätzlich. Der öffentliche Dienst müsse aber auch in Zukunft konkurrenzfähig bleiben. Mi t den derzeitigen Azubi-Gehältern und der fehlenden Übernahme werde er den Wettbewerb um qualifizierten Nachwuchs verlieren: „Junge Menschen müssen sich das Leben auch leisten können. Mit diesem Spaß-Angebot von Herrn Böhle und Herrn de Maizière wird sich an der Situation nichts ändern. Die Jugend gibt es nun mal nicht all-inclusive“.