Zu
einem Meinungsaustausch über die Lage im öffentlichen Dienst und
ehrenamtliches Engagement haben sich die dbb jugend-Vorsitzende Sandra
Hennig und der stellvertretende Jugendvorsitzende Christian Beisch am 12.
Mai 2010 mit dem Chef der Jungen Union, den CDU-Bundestagsabgeordneten
Philipp Mißfelder, in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin
getroffen.
Bild: dbb jugend-Chefin Sandra Hennig und ihr Vize Christian Beisch (re.) sprachen mit Philipp Mißfelder, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der Jungen Union
Viele Bereiche im öffentlichen Dienst seien bereits heute unterbesetzt,
machten Hennig und Beisch deutlich, zudem müssten die unteren
Einkommensgruppen ihr spärliches Gehalt mit Nebenjobs oder staatlichen
Transferleistungen aufstocken. „Von Attraktivität ist hier schon lange keine
Rede mehr“, kritisierte Hennig. „Auf der anderen Seite lässt der Staat
Möglichkeiten ungenutzt, Haushaltslöcher über die sinnvolle personelle
Aufstockung des öffentlichen Dienstes zu stopfen, etwa durch die Stärkung
der Steuerbehörden und des Zolls.“ Mit einer vernünftigen
Neubesetzungspolitik könnte der Staat hier Mehrerlöse erzielen, die in
keinem Verhältnis zu den Personalkosten stünden. Gleichzeitig vertue der
Staat damit die Chance, junge motivierte Mitarbeiter an den öffentlichen
Dienst zu binden. „Hier wird eindeutig am falschen Ende gespart“, sagte
Hennig.
Phillipp Mißfelder sprach sich für die verstärkte Bekämpfung von
Schwarzarbeit und Steuervergehen aus und erkannte ausdrücklich an, dass die
Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in den ergangenen Jahren ihren
Beitrag zur Haushaltskonsolidierung geleistet haben. Von einem Gehalt im
öffentlichen Dienst müsse man vernünftig leben können, betonte der
Vorsitzende der Jungen Union.
Ein weiteres Thema war die ehrenamtliche Tätigkeit von Beschäftigten im
öffentlichen Dienst, die aus Sicht der dbb jugend stärker politisch
gefördert werden muss. Sandra Hennig: „Beamtinnen und Beamte bekommen für
ihre ehrenamtliche Tätigkeit etwa in der Gewerkschaft lediglich Befreiungen
über die Sonderurlaubsverordnungen von Bund und Ländern. Das reicht aber bei
weitem nicht aus.“
Pressemitteilung als PDF (75 KB)