Der sächsische Landesverband der dbb jugend (sbb jugend), Sächsischer Beamtenbund und dbb tarifunion demonstrierten heute vor dem Hintergrund der laufenden Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst in Bund und Kommunen auf dem Rathausplatz in Dresden, um der Forderung der jungen Beschäftigten nach mehr Gehalt und besseren Ausbildungsverhältnissen Nachdruck zu verleihen. Unter dem Motto „Dem Öffentlichen Dienst geht die Luft aus“ wurde symbolisch die Luft aus mitgeführten Ballons gelassen.
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„Wir haben es satt, als Beschäftigte im Öffentlichen Dienst ständig den
vermeintlich sicheren Job vorgehalten zu bekommen. Auszubildende in den
Verwaltungen erhalten meist nur noch Anschlussverträge für drei Monate. Und
was passiert danach? Dem Öffentlichen Dienst geht die Luft aus, wenn es um
den Nachwuchs geht, die Verwaltungen sind hoffnungslos überaltert. Im Kampf
um die besten Köpfe müssen die Arbeitgeber mehr tun – darum unsere
Forderung: 100 Euro mehr und eine Übernahmegarantie für alle
Auszubildenden!“, sagte Nils Oeser, Vorsitzender der sbb jugend.
Michael Gadzalla, stellvertretender Vorsitzender der dbb jugend, forderte
die Arbeitgeber auf, endlich ein verhandelbares Angebot vorzulegen: „Die
Arbeitgeber müssen zur Kenntnis nehmen und anerkennen, dass die
Beschäftigten im Öffentlichen Dienst Garant für Stabilität und Sicherheit
sind, kein Kostenfaktor. Böhle und de Maizière sollen eine Offerte auf den
Tisch legen, die auf unsere Forderungen eingeht – Plus für den Öffentlichen
Dienst bedeutet Plus für die Zukunft.“

Die stellvertretende dbb Bundesvorsitzende Astrid Hollmann kritisierte
die populistische Meinungsmache gegen die Beschäftigten des Öffentlichen
Dienstes: „Wer dafür sorgt, dass dieses Land funktioniert, muss sich noch
anhören, dass er doch froh sein kann, überhaupt einen Arbeitsplatz zu haben,
dass er eigentlich schon jetzt viel zu gut bezahlt werde!“ Wer leiste, habe
Anerkennung verdient, forderte Hollmann und betonte: „Die eigene Bezahlung
wird nicht dadurch gerechter, dass es immer noch Berufe gibt, in denen noch
schlechter bezahlt wird. Dumpinglöhne sind nicht unser Maßstab. Der Staat
muss dafür sorgen, dass qualifizierte, junge Mitarbeiter nachwachsen
können – ohne Nachwuchs keine Zukunft.“
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