Zahlreiche junge Beschäftigte und Auszubildende aus dem Kommunal- und
Bundesdienst in Thüringen sind heute dem Aufruf von dbb jugend thüringen und
dbb tarifunion gefolgt und haben vor dem Hintergrund der laufenden
Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst in Bund und Kommunen auf dem
Theaterplatz in Weimar ihrer Forderung nach mehr Gehalt und einer besseren
Nachwuchspolitik Nachdruck verliehen. Unter dem Motto „Dem Öffentlichen
Dienst geht die Luft aus“ wurde symbolisch die Luft aus mitgeführten Ballons
gelassen.
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„Wir haben es satt, als Beschäftigte im Öffentlichen Dienst ständig den
vermeintlich sicheren Job vorgehalten zu bekommen. Auszubildende in den
Verwaltungen erhalten meist nur noch Anschlussverträge für drei Monate. Und
was passiert danach? Dem Öffentlichen Dienst geht die Luft aus, wenn es um
den Nachwuchs geht, die Verwaltungen sind hoffnungslos überaltert. Im Kampf
um die besten Köpfe müssen die Arbeitgeber mehr tun – darum unsere
Forderung: 100 Euro mehr und eine Übernahmegarantie für alle
Auszubildenden!“, sagte Alexander Siebert, Vorsitzender der dbb jugend
thüringen, im Vorfeld der Aktion.
Michael Gadzalla, stellvertretender Vorsitzender der dbb jugend, forderte
die Arbeitgeber auf, endlich ein verhandelbares Angebot vorzulegen: „Die
Arbeitgeber müssen zur Kenntnis nehmen und anerkennen, dass die
Beschäftigten im Öffentlichen Dienst Garant für Stabilität und Sicherheit
sind, kein Kostenfaktor. Böhle und de Maizière sollen eine Offerte auf den
Tisch legen, die auf unsere Forderungen eingeht – Plus für den Öffentlichen
Dienst bedeutet Plus für die Zukunft.“
Die stellvertretende dbb Bundesvorsitzende Astrid Hollmann kritisierte die populistische Meinungsmache gegen die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes: „Wer dafür sorgt, dass dieses Land funktioniert, muss sich noch anhören, dass er doch froh sein kann, überhaupt einen Arbeitsplatz zu haben, dass er eigentlich schon jetzt viel zu gut bezahlt werde!“ Wer leiste, habe Anerkennung verdient, forderte Hollmann und betonte: „Die eigene Bezahlung wird nicht dadurch gerechter, dass es immer noch Berufe gibt, in denen noch schlechter bezahlt wird. Dumpinglöhne sind nicht unser Maßstab. Der Staat muss dafür sorgen, dass qualifizierte, junge Mitarbeiter nachwachsen können – ohne Nachwuchs keine Zukunft.“