dbbj begrüßt Böhmers Vorstoß für mehr Migranten im öffentlichen Dienst

Die dbb jugend (dbbj) hat den Vorstoß der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Maria Böhmer, für mehr Migranten im öffentlichen Dienst begrüßt. Die Staatsministerin hatte in einem Interview mit der Rheinischen Post gesagt, Migranten könnten „wertvolle Brückenbauer“ sein.

Bereits im letzten Jahr hatte die dbbj mit Blick auf die Integrationsdebatte in Deutschland mehr Beschäftigung mit Zuwanderungshintergrund im öffentlichen Dienst gefordert. "Der öffentliche Dienst ist da eher Schlusslicht denn Vorbild", kritisierte dbbj-Chefin Sandra Hennig. "Während beispielsweise immerhin 24 Prozent aller Auszubildenden in Deutschland Einwanderer sind, kommen sie im öffentlichen Dienst nur auf 2,1 Prozent. Das sind Zahlen, die wachrütteln sollten. Insbesondere in Zeiten des demographischen Wandels, angesichts dessen Deutschland künftig ohnehin stärker auf das Potenzial der Zuwanderer bauen muss."

Behörden und Verwaltungen bei Bund, Ländern und Kommunen täten gut daran, sich als Arbeitgeber aufgeschlossen zu zeigen. "Der öffentliche Dienst sollte seine Bemühungen um Leistungsträger mit Migrationshintergrund deutlich verstärken. Wenn durchschnittlich mehr als 20 Prozent der Bevölkerung einen anderen kulturellen Hintergrund haben, sollte sich das auch in der öffentlichen Verwaltung, die allen Bürgerinnen und Bürgern tagtäglich gegenüber tritt, wiederspiegeln."

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