Etwa 2.000 Beschäftigte des öffentlichen Landesdienstes, darunter viele Auszubildende, haben sich am 2. März an einer Protestaktion in Nürnberg beteiligt. Anlass war die starre Haltung der in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zusammengeschlossenen Arbeitgeber. Sie hatten am 25. Februar auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen verstreichen lassen, ohne ein Angebot zu präsentieren.
Die Beschäftigten versammelten sich nach ihrem Demonstrationszug durch Nürnberg zu einer Kundgebung vor der St. Lorenzkirche. Für die jungen Beschäftigten ergriff Andreas Götz von der dbb jugend bayern das Wort: „Die Verhandlungen sind ergebnislos vertagt worden, obwohl unsere Forderungen seit Dezember 2010 auf dem Tisch liegen. Das können und wollen wir uns nicht bieten lassen! Die Übernahme aller Auszubildenden im Länderbereich ist so ziemlich das Mindeste, was der Freistaat für seine Zukunft tun kann!“
Die Aktion in Nürnberg wurde auch von der Chefin der dbb jugend Bund, Sandra Hennig, unterstützt. Nach der Aktion sprach sie von einem „deutlichen Signal an die Arbeitgeber“, dass die Beschäftigten gesetzt hätten. „Ich bin froh über die rege Beteiligung, gerade von der Jungend aus Bayern.“
Die dbb tarifunion fordert für die Beschäftigten der Länder – bei einer Laufzeit von 14 Monaten - einen Sockelbetrag von 50 Euro und eine Anhebung der Tabellenentgelte um 3 Prozent. Auch soll der materielle Gehalt der Tarifeinigung zeit- und inhaltsgleich auf den Beamtenbereich übertragen werden.
Die Tarifverhandlungen zwischen TdL und den Gewerkschaften gehen am 9./10. März in die dritte Runde