dbb jugend thüringen bei der Tarifrunde ganz vorne dabei

Demo WeimarAnlässlich von Warnstreiks in ganz Thüringen - unter anderem in Gotha, Suhl und Gera - versammelten sich Mitglieder der dbb jugend thüringen am frühen Morgen des 3. März in Weimar. Dort verliehen Sie bei einer Kundgebung ihren Forderungen nach einem Einkommenszuwachs von 50 Euro Sockelbetrag, einer linearen Erhöhung von 3 Prozent und vor allem der Übernahme aller Auszubildenden Nachdruck. Nachdem auch in der 2. Verhandlungsrunde kein Angebot der Arbeitgeber vorgelegt wurde, zeigen sich die jungen Beschäftigten von ihrer kämpferischen Seite.

Mareike Schachtschabel, die Landesjugendleiterin der dbb jugend thüringen, verwies am Rande der Veranstaltung auf die besonders schwierige Situation in Thüringen: Immer mehr gut ausgebildete junge Leute würden abwandern, während der Altersdurchschnitt des Personal in der Verwaltung stetig steige. Angesichts dieser Lage sei es längst überfällig, den öffentlichen Dienst - auch durch merkliche Gehaltssteigerungen -  attraktiver zu gestalten. „Thüringen muss umdenken, sonst unterhalten wir uns bald nur noch über Angebote für Senioren. Wenn die jungen Menschen erst weg sind und anderenorts Fuß gefasst haben, kommen sie so schnell nicht mehr zurück in die Heimat. Schon gar nicht, wenn sie hier leere Straßen und Vergreisung erwartet.“

Neben Übernahme der Tarifergebnisse fordert der tbb – beamtenbund und tarifunion thüringen für die Beamten die Rückkehr zur 40-Stundenwoche. Die prognostizierten Steuereinnahmen für 2011 und 2012 würden diese Forderungen der Gewerkschaften mehr als bezahlbar machen. Sollten die Arbeitgeber auch in der 3. Runde kein Angebot machen, so seien die Beschäftigten in Thüringen bereit, weiterhin für bessere Bedingungen zu kämpfen, damit die Politik das grüne Herz Deutschlands nicht zu Tode spare.

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