Seminar in Berlin:
Mentoring-Programm in neue Runde gestartet

Das erfolgreiche Mentoring-Programm der dbb jugend ist in eine neue Runde gestartet. Beim Basis-Seminar am 11. und 12. November 2011 in Berlin gab es zudem eine Premiere: Mit Nils Oeser, dem Landesjugendleiter beim Beamtenbund und Tarifunion in Sachsen (sbb), übernahm erstmals ein Mann die Rolle des Mentors.

Im Gespräch: Mentee Andrea Fürstberger (links, BDZ-Jugend) und Mentorin Anne Zitzer (stellv. Vorsitzende BDZ-Jugend).

Das Mentoring-Programm hat das Ziel, junge Frauen an die Arbeit in gewerkschaftlichen Gremien heranzuführen und sie zu ermutigen, selbst Führungsaufgaben wahrzunehmen. Bisher waren die Frauen dabei unter sich. „Ich finde es absolut vorbildlich, dass sich mit Nils nun auch ein Mann in das Programm einbringt“, sagte die Vorsitzende der dbb jugend Sandra Hennig, die ebenfalls in Berlin dabei war. „Das zeigt doch: Das hier ist ein Programm, das auf breite Zustimmung trifft. Uns ist es allen ernst mit der Frauenförderung.“

Inhaltlich wurden die bereits bewährten Themen besprochen: Wichtig für ein funktionierendes Team aus Mentor_In und Mentee ist das gegenseitige Kennenlernen und klare Vereinbarungen darüber, welche Ziele gemeinsam verfolgt und erreicht werden sollen. Zudem tauschten sich die Teilnehmerinnen und der Teilnehmer unter Anleitung von Referentin Irina Radtke über gängige Rollenklischees aus. Die jungen Frauen berichteten insbesondere von Vorbehalten aufgrund eines möglichen Kinderwunsches, die ihnen immer wieder begegnen würden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, beziehungsweise in diesem Fall von Ehrenamt und Familie, werde vielfach immer noch skeptisch gesehen. Anne Zitzer, stellvertretende Bundesjugendleiterin bei der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft BDZ, brachte es auf den Punkt: „ Die Leitenden stammen zum Teil noch aus einer anderen Generation. Wir sind aber junge Frauen, die ihre Gleichberechtigung einfordern und auch für selbstverständlich halten.“

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