Für eine weitere finanzielle Förderung der freien Jugendarbeits-Träger
haben sich Vertreter der dbb jugend beim Landesjugendtag der dbb jugend
sachsen-anhalt in Halle ausgesprochen. Angesichts der Tatsache, dass
zahlreiche Bundesländer ihre Mittelzuweisungen an die Kinder- und Jugendringe
zurückfahren wollen, sagte die dbb jugend-Vorsitzende Sandra Hennig: „Ohne
eine Finanzierung durch das Land sind die Träger der Jugendhilfe
handlungsunfähig und können keine Kinder-und Jugendarbeit mehr durchführen.
Die wahren Verlierer sind dabei die Kinder-und Jugendlichen, die von einem
breiten Angebot der Verbände profitiert haben.“ Die dbb jugend werde
sich gemeinsam mit dem Bundesjugendring verstärkt für eine bleibende Förderung
der Träger der Jugendhilfe und eine bessere Anerkennung der ehrenamtlichen
Arbeit einsetzen. „Jugendarbeit ist Zukunftssicherung“, betonte Hennig.
Bild: Gemeinsam für die Zukunft: dbb jugend-Vorsitzende Sandra Hennig mit Sachsen-Anhalts dbb-Landeschef Maik Wagner (li.) und dem neuen Vorsitzenden der dbb jugend sachsen-anhalt, Oliver Müller.
Der scheidende Landesvorsitzende der dbb jugend sachsen-anhalt Olaf Sendel ging in seinem Geschäftsbericht auf die Problematik der fehlenden Mittelzuweisung an den Kinder-und Jugendring Sachsen-Anhalt ein: Wurde in Sachsen-Anhalt bislang ein Fachkräfteprogramm gefördert, das die 186 sozialpädagogischen Mitarbeiter bei den öffentlichen Trägern der Jugendhilfe finanzierte, läuft das Projekt 2010 aus, von 2011 bis 2013 soll die Förderung kontinuierlich zurückgefahren werden. Ab dem Jahr 2014 sei mit keinerlei Unterstützung mehr zu rechnen, bedauerte Sendel. Nach elf Jahren Amtszeit gab er die Führung der dbb jugend sachsen-anhalt an Oliver Müller von der Gewerkschaft der Sozialversicherer (GdS) ab. Neu im Vorstand des Landesverbands sind außerdem Philipp Schütze, Verband der Oberen und Obersten Bundesbehörden (VBOB), und Mirko Zlobinsky, Verband der Straßenwärter (VdStra). Schatzmeister bleibt Thomas Löwe von der Deutschen Verwaltungs-Gewerkschaft (DVG).