In den vergangenen Jahren sind die Neueinstellungen in allen Ressorts dem ehrgeizigen Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes zum Opfer gefallen. Die durch Altersabgänge entstandenen Personalfehlbestände konnten in den letzten Jahren durch die wenigen Einstellungen nicht mehr kompensiert werden, so Jörg Kothe, Landesjugendleiter der dbbjb.
Die stetig wachsenden Aufgaben können seit langem trotz Weiterentwicklung im Bereich der EDV nicht mehr vollständig und zufriedenstellend erledigt werden. Der Bürger verlangt aber vom Staat, dass dieser seine Aufgaben pflichtgemäß erfüllt. Ein starker Staat funktioniert nur mit einem starken öffentlichen Dienst. Das bedeutet: gerechten Steuervollzug, zeitnahe Erledigung von Anträgen, Sicherheit im öffentlichen Leben und vieles mehr-.
2011 schließen die G8-Abiturienten und die Abiturienten nach dem „alten
System“ erstmals gleichzeitig ihre schulische Laufbahn ab. Dem Arbeitsmarkt
in Bayern steht somit eine große Anzahl an Nachwuchskräften zur Verfügung.
Der Freistaat Bayern muss diese Möglichkeit nutzen um Nachwuchs für den
öffentlichen Dienst zu gewinnen, so Jörg Kothe.
Auch muss er Verantwortung für die durch ihn ausgelöste Dopplung der
Abiturientenzahlen übernehmen und den Jugendlichen durch eine Ausbildung im
öffentlichen Dienst eine Zukunft bieten.
Ein weiteres Problem in den nächsten Jahren wird der demographischen Wandel
sein. Hier wird es dem Freistaat Bayern in naher Zukunft nur schwer gelingen
geeignetes Personal zu bekommen. Vor diesem Hintergrund appellieren wir
bereits jetzt alle Abgeordneten im Freistaat Bayern, im nächsten Haushalt
genügend Planstellen für unsere jungen Kolleginnen und Kollegen auszuweisen.
Die Entscheidung, wie viel Personal ausgebildet wird, darf sich nach
Meinung der dbbjb nicht nach der Haushaltslage richten, sondern muss sich am
tatsächlichen Bedarf orientieren.